Simon Rottloff
Sozial. Klar und deutlich!

Simon Rottloff

Ich bin 40 Jahre alt und lebe gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin und meiner Tochter in Wiesbaden-Kloppenheim. Dort engagiere ich mich nicht nur im Ortsbeirat und im SPD-Ortsverein, sondern auch in vielen anderen Vereinen und beteilige mich so aktiv am Ortsleben.

Nach Erreichen der Mittleren Reife erwies sich die Suche nach einer Lehrstelle als sehr schwierig, da die Situation auf dem Ausbildungsmarkt Mitte der 90er Jahre angespannt war. Ich überbrückte die Zeit bis zum Beginn meiner Ausbildung bei der SOKA-BAU (ZVK BAU) durch ein weiteres Jahr Schule, diverse Aushilfsjobs bei Zeitarbeitsfirmen, die vorgezogene Ableistung des Grundwehrdienstes, sowie abschließend durch einen Aushilfsjob ebenfalls bei der SOKA-BAU in Wiesbaden.

Meine persönlichen Erfahrungen, die ich mit der geringen Anzahl von Ausbildungsplätzen in den Jahren nach meinem Schulabschluss gemacht habe, haben dazu geführt, dass ich im Januar 1998 der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt beigetreten bin und dort in der Jugendgruppe Wiesbaden aktiv wurde.

Dem IG BAU Bezirksvorstand Wiesbaden gehöre ich seit dem Jahre 1998 ununterbrochen an.

In der Funktion des Landes- und Bundesjugendvorsitzenden der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt habe ich in der Zeit von 2000 bis 2005 die gewerkschaftliche Jugendarbeit mitgestaltet und bin maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung der Kampagne „Her mit dem schönen Leben“ der Gewerkschaftsjugend beteiligt gewesen.
Auf der Abschlussveranstaltung in Köln zeigten 40.000 junge Menschen, dass sie alles andere als politikverdrossen sind, sondern forderten lautstark und kreativ eine jugendgerechte und zukunftsfähige Politik ein.

Ganz besonders spannend waren für mich in dieser Zeit die Erfahrungen, die ich durch die internationalen Begegnungen der Gewerkschaftsjugend machen durfte. So gab es in dieser Zeit regelmäßige Seminare gemeinsam mit Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern aus Deutschland, Österreich, Dänemark, Niederlanden und auch der Schweiz, sowie einzelne Treffen mit Kolleginnen und Kollegen aus Frankreich und Polen.

Diese Begegnungen haben es mir ermöglicht, einen Einblick in die Lebens- und Arbeitsbedingungen anderer Länder zu nehmen und ihre Kulturen kennen zu lernen. Interessant war es auch zu sehen, wie unterschiedlich man sich in den verschiedenen Länder mit den Problemstellungen des Arbeitsmarktes und des Berufslebens auseinandersetzt. Auch in meiner betrieblichen Beschäftigung nimmt die Lebens- und Arbeitssituation von Menschen einen großen Stellenwert ein:

Nachdem ich meine Ausbildung als Bürokaufmann bei SOKA-BAU erfolgreich abgeschlossen habe, bin ich als Regionalbeauftragter für die tarifliche Zusatzrente in den Außendienst gewechselt.

In meiner 6-jährigen Außendiensttätigkeit für SOKA-BAU habe ich mich täglich mit den Auswirkungen der gesetzlichen Rentenreform auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Baugewerbe auseinandergesetzt.

Die Diskussionen und Gespräche, die ich dort tagtäglich auf den Baustellen in Hessen und Baden- Württemberg geführt habe, waren mir sowohl bei meinem gewerkschaftlichen als auch bei meinem kommunalpolitischen Engagement eine große Hilfe.

Seit den Betriebsratswahlen im Jahre 2006 bin ich als Betriebsrat von SOKA-BAU tätig und übe seitdem auch die Funktion des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden aus. Ebenso wie im Rahmen meiner Stadtverordnetentätigkeit versuche ich hier zwischen den verschiedenen Interessen zu vermitteln und Wege der gemeinsamen Lösung zu finden.

Seit 2011 bringe ich meine Erfahrungen auch als Stadtverordneter der Landeshauptstadt Wiesbaden ein, unter anderem im Revisionsausschuss und als Mitglied der Verdingungskommission.

In der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), deren Vorsitzender ich seit Anfang 2012 bin, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, arbeits- und wirtschaftspolitische Themen in Form von Veranstaltungen gemeinsam mit den Gewerkschaften aufzuarbeiten.

Als Freund der 5. Jahreszeit engagiere ich mich in meiner Freizeit als Vorsitzender der DACHO um die Pflege des närrischen Brauchtums.
Simon Rottloff

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